Jannik Görger.

Mainz.

Wer bist du?

Ich bin Jannik Görger und bin 25 Jahre alt. Momentan studiere ich in Mainz Zeitbasierte Medien. Das Studium ist sehr vielseitig und übt mich in vielen unterschiedlichen Bereichen der Gestaltung und Konzeption. Ich beschäftige mich momentan hauptsächlich mit Film und Fotografie.

Wer möchtest du werden?

Hätte ich da eine genaue Vorstellung würde ich mir bestimmt eine Menge Möglichkeiten zunichte machen...

Wie sieht für dich ein gutes Leben aus?

Ich finde nicht zu wissen was auf einen zukommt ist furchtbar herrlich! Ich genieße sozusagen die Vorfreude auf mein bevorstehendes Leben. Dadurch habe ich einerseits mehr Raum für jetzt, andererseits kann ich mich neugierig auf die Zukunft freuen. Momentan bin ich jedenfalls höchstzufrieden und gespannt auf kommendes! Ich glaube so sieht für mich ein gutes Leben aus. Sich um die Zeit keinen Kopf machen müssen. Die schert sich nämlich genauso wenig um mich!

Wie verkörpert sich deine individuelle Kreativität?

Zweierlei: Mal angenommen ich habe eine dumme, witzige Idee. Dann hock ich mich hin und mache eine Probe, hab' schnellen, kurzweiligen Spaß daran und danach kann auch die Kunst wieder weg. Das ist dann wohl das freche Balg, welches keine gestalterischen "Regeln" kennt. Es macht was es will. Lass mich, ich tanze! Dieses Kind versuche ich immer als kreativen Direktor in meinem Projekt darüber schauen zu lassen. Und jetzt kommt's: Ich habe eine gute Idee! Und plötzlich wird aus Spaß der Grund morgens Aufzustehen ohne geschlafen zu haben. Egal. Weiter, immer weiter. Presse die Idee gierig aus. Anfangs jeden Abschnitts des Projekts bin ich kritisch. Stelle mir die Frage: Warum denn jetzt so? Ich will alles über mein Projekt wissen, nichts dem Zufall überlassen. Trotzdem entsteht ein fließender Prozess. Manchmal weiß man einfach dass das jetzt so muss. Das ist mein "Bester". Der macht die "Arbeit". Schaut da nun das Balg drüber, entstehen neue Möglichkeiten in Umsetzung und Gestaltung.

Welches Risiko bist du bereit einzugehen, um deine Ziele zu erreichen?

Risiko ist ständiger Begleiter und mir willkommen. Ohne Risiko würde ein Reiz fehlen, der das Ziel zusätzlich besonders macht. Wirkt das Risiko größer, ist auch das Ziel bedeutender. Daher ist das Risiko zweitrangig. Ich verlasse mich da auf meinen Bauch. Ist mir ein Risiko zu groß, ist das Ziel mir es von vornherein nicht wert. Man kann es auch andersherum formulieren: Ist mir ein Ziel besonders viel Wert, sehe ich in Risiken kein Risiko sondern eine Hürde. Eine Aufgabe, die es zu Lösen gilt.



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