Carina Mähler.

Wiesbaden.

Wer bist du?

Ich bin Hellbunt. Leidenschaft ist meine Motivation. Nach der Philosophie “Atme ein, designe aus.“ lebe und arbeite ich. Meine freien Arbeiten bewegen sich thematisch zwischen meinem hellbunten & dunkelbunten Gedankengut. Das gestalte ich übrigens nicht nur in Bildern, sondern auch mit Texten – in meiner Gedankenart. Ich arbeite aus der Motivation heraus meine gestalterische Persönlichkeit auf allen Ebenen stets weiter zu entwickeln. Wenn ich also nicht gerade Wörter gestalte, dann bin ich Kommunikationsdesignerin mit mindestens genauso großer Leidenschaft. Bei Hellbunt arbeite ich neben dem Studium an unterschiedlichen Projekten, die die Bereiche Corporate Identities, Fotografie, Illustration, Logo Design, Packaging, Print und Web Design beinhalten.

Wer möchtest du werden?

Also eigentlich die bleiben, die ich bin. Reicher an Erfahrung werden, Ängste bewältigen. Irgendwann zufrieden und glücklich sterben wäre super. Ich will weiter für das brennen, was ich mache. Ein ehrlicher Mensch mit Persönlichkeit sein, der beruflich wie privat das tut, was er für richtig hält und meinem Ethos treu bleiben.

Wie sieht für dich ein gutes Leben aus?

Das gute Leben ist das, was man draus macht. Wer Schlechtes gesehen hat, kann Gutes oft noch besser erkennen. Für ein gutes Leben muss man lernen zu genießen und loszulassen, sowie auch dran zu bleiben. Die Mischung macht’s. Hilfe annehmen kann auch echt gut tun. Helfen übrigens auch. Für mich bedeutet das gute Leben, mit Menschen, die ich liebe, das zu tun, was mich glücklich macht. Das aber nicht auf Kosten anderer. Das gute Leben ist nicht wirklich greifbar und kein Leben ist konstant gut, aber es gibt immer irgendetwas Gutes zu entdecken, auch wenn man es nicht gleich erkennt. Kleinigkeiten zu beachten und wertzuschätzen, das macht den Alltag gut und besser.

Wie verkörpert sich deine individuelle Kreativität?

Das Wortspiel „Leidenscha(f)ft“ hat schon seine Berechtigung. In schlechten Zeiten, wenn es einem wirklich schlecht geht, dann kann man schon ziemlich krasse Sachen machen, weil der Kopf dann einfach voll ist. Das kreative Potential ist ziemlich hoch in solchen Phasen. Ich glaube, als ich durch so eine Zeit gegangen bin, habe ich ziemlich viel aus mir heraus geholt. Tatsächlich fällt es mir glücklich schwerer zum Beispiel zu schreiben oder frei kreativ zu sein. Wohingegen das Arbeiten in der Agentur (in der ich nebenher arbeite) mit einem Lächeln im Gesicht natürlich mehr Spaß macht und einfacher ist. Was meine Kreativität außerdem ausmacht, ist dass es bei mir eigentlich keine klare Trennung zwischen Job und Freizeit gibt. Alles gehört irgendwie zusammen. Ich wusste schon immer, was ich machen will. Und so ist aus dem Berufswunsch eine Berufung geworden. Ich stehe mit allem, was ich habe hinter dem was ich tue, weil ich es liebe. Einen Plan B hatte ich nie. Ich bin konzentriert auf das, was ich machen will und setze es um. Klingt super einfach, ist es nach jeder Menge Zweifel und dem hart erkämpften Erlangen von ein bisschen Vertrauen in meine eigene Arbeit auch. Das ist ein Prozess, den man durchmachen muss. Vor allem wenn man eher zu den schüchternen Kids gehört hat. Dran bleiben heißt die Devise!

Welches Risiko bist du bereit einzugehen, um deine Ziele zu erreichen?

Das immer dran bleiben, kann auf jeden Fall auch zu einem Risiko werden. Ich will irgendwann mal sagen können, dass ich nichts unversucht gelassen habe, um meine Ziele und die kleinen süßen Träume, die ich schon seit Kindertagen habe, zu erreichen. Dafür muss man in Kauf nehmen ab und zu eine gute Party zu verpassen, sich zu selten bei seinem Opa und der Family zu melden, sich in stressigen Phasen fast oder ganz sozial zu isolieren und in letzteren auch drohen zu verhungern, wenn einen niemand dran erinnert, dass man ab und zu auch was essen muss. Scheitern gehört natürlich auch dazu. Das Risiko, dass mal was nicht klappt, gibt es immer. Da besteht natürlich wieder die Gefahr, dass man zu schnell aufgibt. Im Kleinen wie im Großen kann man grandios scheitern. Davor sollte man keine Angst haben, sondern sich dem Stellen und vor allem Kritik an der eigenen Arbeit nicht persönlich nehmen. Am Ende alles halb so wild. Weitermachen!
Kreativ sein kann auch bedeuten 3 Wochen erst Mal Scheiße zu produzieren und dann plötzlich mitten in der Nacht oder wahlweise (tatsächlich oft so) unter der Dusche oder auf dem Klo DEN Einfall zu haben. Ich glaube das Rezept heißt: Keine Angst vor Mut. Das ist ein Wagnis, ja. Aber wer mutig ist, wird irgendwann belohnt. Jeder muss sein eigenes Risikogespür entwickeln. Solang bis es klappt oder vielleicht auch nicht. Ausprobieren!
Wo man übrigens echt aufpassen muss: Das fällt mir selbst immer wieder auf. Es tut echt gut, auch mal über den „Designer-Typo-Love-Hashtag-Mac-Portfolio-Tellerrand“ hinaus zu schauen. Das Essen kann auch gut schmecken, obwohl die Speisekarte in acht verschiedenen Typos und 17 Farbkombis mit unscharfen Fotos gestaltet ist. Mal ohne Rechner und Skizzenbuch irgendwo hin fahren, keine Fotos zu machen und sich mit Menschen zu unterhalten, die absolut nichts mit Gestaltung am Hut haben, kann einem ganz neue Perspektiven eröffnen und zum Durchatmen verhelfen. Design rettet nämlich weder die Welt noch eine Beziehung oder Freundschaften. Also immer schön aufpassen, dass man die Welt um sich herum nicht vergisst und im „Designwahn“ überschnappt.



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